Freie Fröbel Schule soll für alle Kinder geöffnet werden
Rudolstadt/Keilhau - Auf Einladung der Elternsprecher besuchten Anfang Dezember die Landtagsabgeordneten Gerhard Günther und Maik Kowalleck die Freie Fröbel Schule Keilhau. Schulelternsprecher, Mitglieder der Schulkonferenz und Schulleiterin Gabriele Wächter erläuterten den Abgeordneten die Sorge um den Erhalt der Schule generell und insbesondere im Hinblick auf die individuelle Betreuung unter steigendem Kostendruck. Einvernehmen bestand bei allen Beteiligten, dass man gemeinsam für den Erhalt der Freien Fröbel Schule Keilhau wie für den Erhalt der Schulen in Freien Trägerschaft im Allgemeinen eintreten wird.
Konnten bisher nur Kinder mit sonderpädagogischem Betreuungsbedarf aufgenommen werden, wird man sich nun dafür einsetzen die Schule für alle Kinder zu öffnen. Ein entsprechender Antrag wurde gestellt. Die Abgeordneten Günther und Kowalleck werden beim zuständigen Ministerium für eine zügige Entscheidung werben. Zudem wollen die Abgeordneten anhand der Zahlen, die gerade aufgearbeitet werden, um eine Einzelfallentscheidung im Rahmen des Gesetzentwurfes, der am Donnerstag im Landtag beraten werden soll, für Keilhau erwirken. „Integration und Inklusion kann nicht so funktionieren, dass man die Schüler, die dringend einer sonderpädagogischen Einzelbetreuung bedürfen, einfach in anderen Schulen unterbringt.“ gibt Gerhard Günther zu bedenken. „Dies würde für die Schüler eine erhebliche Mehrbelastung mit sich bringen, vielmehr muss es unser Ziel sein, dass alle Kinder ohne Stigmatisierung frei und unbeschwert lernen können.“ Günther weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Betreuung der Schüler mit erhöhtem Förderbedarf ein gesamtgesellschaftliches Problem darstellt. Wenn man jetzt am falschen Ende spart, zahlt man das später vielfach wieder drauf. Soviel Weitblick muss es auch Zeiten knapper Kassen geben. Seitens der Elternvertretung wird man für den Erhalt der Schulform auch moderate Steigerungen der Elternbeiträge akzeptieren, sofern diese leistbar bleiben. Der Eltersprecher übergab den Abgeordneten einen offenen Brief, in dem auf die Vorstellung des Kultusministeriums noch einmal eingegangen wird. Günther und Kowalleck unterstützen den Brief und wollen Anfang Januar einen Termin im Kultusministerium mit Elternvertretung und Schulleitung vereinbaren. „Jegliche Experimente mit und an Kindern sind abzulehnen, vielmehr müssen wir die bewährten Strukturen der vergangenen Jahre sichern und fortentwickeln.“ fasst Gerhard Günther das Gespräch zusammen.