Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis weiter stärken
Maik Kowalleck: „Gefahrenabwehrzentrum ist ein wichtiger Schritt für den Bevölkerungsschutz!“
Den aktuellen Brand- und Katastrophenschutzbericht 2025 für Thüringen nimmt der Landtagsabgeordnete und ehrenamtliche Beigeordnete des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt, Maik Kowalleck, zum Anlass, erneut auf die Bedeutung eines leistungsfähigen Brand- und Katastrophenschutzes hinzuweisen. Dieser benötige eine verlässliche Unterstützung durch Land und Kommunen.
Laut Bericht engagierten sich im Jahr 2025 mehr als 61.000 Feuerwehrangehörige in den öffentlichen Feuerwehren. Dazu gehörten rund 34.000 Frauen und Männer in den Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren, rund 16.000 Mitglieder der Jugendfeuerwehren, über 900 Berufsfeuerwehrangehörige sowie knapp 11.000 Angehörige der Alters- und Ehrenabteilungen. In Thüringen gab es 2025 insgesamt 538 Freiwillige Feuerwehren mit 1.648 Feuerwehrhäusern sowie zehn Berufsfeuerwehren mit insgesamt 13 Feuerwachen. Die Feuerwehren wurden im vergangenen Jahr zu insgesamt rund 35.900 Einsätzen gerufen, darunter 5.349 Brandeinsätze.
Auch im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt wurde mit dem großen Waldbrand im Bereich Gösselsdorf besonders deutlich, wie wichtig gut aufgestellte Feuerwehren und ein leistungsfähiger Katastrophenschutz sind. Die Einsatzkräfte leisteten dort unter schwierigen Bedingungen eine enorme Arbeit. Der Landtagsabgeordnete und ehrenamtliche Beigeordnete des Landkreises, Maik Kowalleck, der den Katastrophenfall im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ausgerufen hatte, erinnert an die angespannte Lage auf der Saalfelder Höhe.
„Die Erfahrungen aus Gösselsdorf haben gezeigt, dass wir auf größere und länger andauernde Einsatzlagen vorbereitet sein müssen. Dazu gehören neben einer guten Ausbildung die notwendige Technik, geeignete Strukturen und eine enge Zusammenarbeit der beteiligten Kräfte. Mit diesen Fragen müssen wir uns auf Landes- und kommunaler Ebene weiter beschäftigen“, so der Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck.
Ein wichtiger Schritt für den Bevölkerungsschutz im Landkreis ist dabei der vom Kreistag gefasste Grundsatzbeschluss zum Neubau eines Gefahrenabwehrzentrums am Standort Christian-Wagner-Straße in Saalfeld. Ziel ist es, künftig wichtige Einrichtungen und Funktionen des Bevölkerungsschutzes an einem Standort zusammenzuführen. Vorgesehen sind unter anderem das Amt für Bevölkerungsschutz, der Stabsbereich, die Kreisausbildung einschließlich Atemschutzübungsanlage, die Katastrophenschutzeinheiten des DRK und der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie die Rettungswache.
„Mit dem Grundsatzbeschluss für ein Gefahrenabwehrzentrum geht der Landkreis einen wichtigen und strategisch richtigen Schritt. Wenn zentrale Bereiche des Bevölkerungsschutzes, der Ausbildung und des Rettungsdienstes zusammengeführt werden können, stärkt das die Zusammenarbeit und die Leistungsfähigkeit bei größeren Einsatzlagen“, erklärt der Abgeordnete Maik Kowalleck.
Der Kreistag hat den Landrat zugleich beauftragt, die notwendigen Planungs- und Verfahrensschritte für das Vorhaben einzuleiten. Im weiteren Verfahren sollen insbesondere das Raum- und Funktionsprogramm, die Kosten, die Wirtschaftlichkeit, die Finanzierung sowie mögliche Fördermittel betrachtet werden.
„Insbesondere bei einem Vorhaben dieser Größenordnung müssen frühzeitig alle Möglichkeiten der Förderung geprüft werden. Als Vorsitzender des Haushalts- und Finanzausschusses des Thüringer Landtags unterstütze ich ausdrücklich die Bemühungen, die vorhandenen Fördermöglichkeiten des Landes zu nutzen und gemeinsam mit dem Landkreis tragfähige Finanzierungsmöglichkeiten zu entwickeln“, so Maik Kowalleck.
Neben der Weiterentwicklung der Infrastruktur sieht der Landtagsabgeordnete auch bei der Ausstattung der Feuerwehren Handlungsbedarf. „Die Zahlen aus dem Jahresbericht zeigen eindrücklich, welche Arbeit unsere Feuerwehren jeden Tag leisten und wie unverzichtbar das Ehrenamt ist. Deshalb müssen wir die Kameradinnen und Kameraden weiter unterstützen und für eine zeitgemäße Ausstattung sorgen.“
Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag setze sich deshalb für eine verlässliche Unterstützung der Thüringer Feuerwehren und eine Modernisierung ihrer Ausstattung ein. Ein besonderer Schwerpunkt müsse auf einer mittelfristigen Strategie für die Erneuerung des Fahrzeugbestandes liegen. In vielen Gemeinden seien noch Fahrzeuge im Einsatz, die bereits seit den 1990er Jahren ihren Dienst leisten.
„Die Kommunen können diese Investitionen nicht allein schultern. Das Land muss auch künftig seinen Beitrag leisten, damit notwendige Anschaffungen nicht auf die lange Bank geschoben werden. Wir brauchen eine verlässliche und planbare Förderung. Gleichzeitig sollten gemeinsame Beschaffungen einfacher und attraktiver werden“, betont der Abgeordnete Maik Kowalleck.
Besonders positiv bewertet der Landtagsabgeordnete die Entwicklung bei den Jugendfeuerwehren. „Dass sich fast 16.000 Kinder und Jugendliche aktuell in den Feuerwehren engagieren, ist ein gutes Zeichen. Sie sind der Nachwuchs, den unsere Feuerwehren in den kommenden Jahren brauchen. Diese wichtige Arbeit vor Ort verdient gerade angesichts sinkender Geburtenzahlen unsere Unterstützung.“