Saalbahn stärken
Kowalleck: „Saalbahn ist Lebensader Ostthüringens – jetzt konsequent stärken und ausbauen“
Der Saalfelder Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck hat sich im Thüringer Landtag nachdrücklich für eine bessere Schienenanbindung in Ostthüringen ausgesprochen. Anlass war die Debatte zum Antrag der Koalitionsfraktionen zur Zukunft der Bahnverbindungen in der Region.
„Wenn wir über die Schienenanbindung in Ostthüringen sprechen, dann geht es um weit mehr als Infrastruktur. Es geht um Chancen, Lebensqualität und gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land“, betonte Kowalleck.
Aus eigener Erfahrung schilderte der Abgeordnete die derzeitige Situation: Verspätungen, unzureichende Anschlüsse und komplizierte Umstiege gehörten für viele Pendler zum Alltag. „Das ist nicht der Anspruch, den wir an ein modernes Verkehrsland Thüringen haben dürfen.“
Besonders hob Maik Kowalleck die Bedeutung der Saalbahn für seine Heimatregion hervor. Für den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und die Stadt Saalfeld sei eine leistungsfähige Bahnverbindung unverzichtbar – sowohl für Pendler als auch für die wirtschaftliche Entwicklung.
Mit Blick auf die Inbetriebnahme der ICE-Neubaustrecke über Erfurt im Jahr 2017 kritisierte Maik Kowalleck die Verschlechterung der Fernverkehrsanbindung in Ostthüringen. „Direktverbindungen sind weggefallen, Umstiege zur Regel geworden. Die versprochenen Kompensationen wurden bis heute nicht ausreichend umgesetzt“, so der Abgeordnete. Die Folgen seien längere Reisezeiten und eine sinkende Standortattraktivität.
Maik Kowalleck forderte daher entschlossenes Handeln auf allen politischen Ebenen. Dazu zählten ein stärkeres Engagement der Landesregierung auf Bundesebene für bessere Fernverkehrsanbindungen, die Entwicklung länderübergreifender Lösungen gemeinsam mit den Nachbarländern sowie kurzfristige Verbesserungen im Nahverkehrsangebot.
Zugleich unterstrich er die Bedeutung des Ausbaus der Mitte-Deutschland-Verbindung und forderte den Bund auf, hier endlich Entscheidungen zu treffen. Positiv bewertete Kowalleck die im Doppelhaushalt 2026/2027 bereitgestellten Mittel in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro für zusätzliche Verkehre auf der Saalbahn. Dabei hob er hervor, dass er sich in seiner Funktion als Vorsitzender des Haushalts- und Finanzausschusses intensiv für die Bereitstellung dieser finanziellen Mittel eingesetzt und die Beratungen im Thüringer Landtag begleitet hat. „Jetzt kommt es darauf an, dass diese Mittel auch tatsächlich bei den Menschen ankommen.“
Ein weiterer zentraler Punkt sei der Bahnknoten Jena. „Die notwendigen Studien liegen vor – jetzt müssen Entscheidungen folgen“, so Kowalleck.
Abschließend machte der Abgeordnete deutlich: „Ostthüringen darf nicht abgehängt werden. Die Saalbahn hat unsere Region stark gemacht – und sie muss auch in Zukunft eine starke, verlässliche und zukunftsfähige Lebensader bleiben.“
Der Antrag wurde zur weiteren Beratung in den zuständigen Verkehrsausschuss des Thüringer Landtags überwiesen. Dort wird die Thematik nun vertieft und intensiv beraten.