Kowalleck fordert weiterhin Postangebot in Saalfelder Innenstadt

07.01.2022

 

Die Postbank bestätigte nach Medieninformationen, dass sie ihre Filiale in der Blankenburger Straße in Saalfeld voraussichtlich bis Ende des Jahres 2022 schließen wird. An dem Saalfelder Standort wurden seit mehreren Jahrzehnten Postdienstleistungen angeboten. Zeitgleich mit den Schließungsplänen berichten Medien darüber, dass die Geschäfte der Deutsche Post DHL Group auch im dritten Quartal 2021 mehr als gut gelaufen seien. So konnte der Logistikkonzern seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 23,5 Prozent auf 20 Milliarden Euro steigern. 

Der Saalfelder Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck hatte sich aufgrund der Schließungspläne mit einer parlamentarischen Anfrage an die Thüringer Landesregierung gewandt und auf die Situation vor Ort hingewiesen. 

 

Schließlich müsse es auch im Interesse des Landes liegen, die Versorgung mit Postdienstleistungen vor Ort sicherzustellen. Die Landesregierung hat sich daraufhin mit der zuständigen Bundesnetzagentur in Verbindung gesetzt.

Wie Wirtschaftsminister Tiefensee in seiner Antwort an Kowalleck mitteilt, habe sich das bestehende Netz an Poststandorten an den Vorgaben der Post-Universaldienstleistungsverordnung auszurichten. Demnach sei in Gemeinden mit mehr als 4.000 Einwohnern grundsätzlich zu gewährleisten, dass in zusammenhängend bebauten Gebieten eine Filiale/Agentur in maximal 2.000 Metern für die Kunden erreichbar ist. Die Einrichtungen müssten werktäglich nachfragegerecht betriebsbereit sein. Die Bundesnetzagentur gehe Hinweisen auf mögliche Mängel oder eine Unterversorgung nach. 

Derzeit gebe es in Thüringen 395 Postfilialen und 4.031 Briefkästen. In Saalfeld seien es neben der in der Anfrage genannten Postbankfiliale vier Postfilialen und 18 Briefkästen. Auch bei einer Schließung der Postbankfiliale in der Innenstadt würden die Entfernungsregeln gewährleistet.  

Kowalleck fordert weiterhin die Sicherstellung eines entsprechenden Postangebotes in der Saalfelder Innenstadt. „Selbst wenn die Landesregierung den Versorgungsauftrag der Post erfüllt sieht, sehe ich Handlungsbedarf bei der Bereitstellung von Postdienstleistungen in der Saalfelder Innenstadt. Dies gehört für mich zur Grundversorgung der Bevölkerung. Warteschlangen vor den Saalfelder Postschaltern unterstreichen den Bedarf. Ausdrücklich unterstützte ich die Initiative von Saalfelder Innenstadthändlern, die gemeinsam mit der Post eine Lösung vor Ort anstreben“, so der Saalfelder Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck.